Biologie

Wahlpflichtbereich I - Naturwissenschaften / Biologie (nwb)
 
Lernziele und Perspektiven

Im Wahlpflichtkurs Biologie werden die Schüler zum eigenständigen, naturwissenschaftlichen Denken und Arbeiten angehalten. Dabei liegt besonderes Gewicht auf der problemlösenden Arbeit im forschend-entwickelnden Unterricht und der Lösung von Aufgaben im Team, also Lern- und Arbeitsstrategien die in nahezu allen Bereichen der modernen Wirtschaft gefragt und gefordert sind, so dass der Biologiekurs in diesem Sinne allgemeinbildend und berufsvorbereitend ist. Außerdem eröffnet er mit einem fundierten Grundwissen im Bereich der Naturwissenschaften Möglichkeiten zur leichteren Bewältigung der gymnasialen Oberstufe (Bio-Leistungskurs als Alternative zu Mathe, Physik, Chemie).



Inhalte (auszugsweise)

Klasse 7 (soweit nach neuer AO SekI) : Ökologie des Waldes, Aufbau des Ökosystems, ökologische Grundbegriffe an Beispielen, wie die Ökologische Nische des Eichhörnchens, Anpassungen des Spechtes an seinen Lebensraum usw., Aufbau und Lebenszyklus verschiedener Tier- und Pflanzengruppen wie Farne,Moose, Flechten, Pilze, staatenbildende Insekten usw., Waldsterben, Umweltschutz, Gewässerökologie (hier biologische und chemische Untersuchung der Ruhr) usw.
Klasse 8 : Biologie des Menschen, Gesundheit und Krankheit, Aufbau und Funktion ausgewählter Organsysteme sowie ihre Schädigung, Rauchen, Alkohol, Drogenprävention, Sezieren von Organen, Ursachen und Verlauf von Infektionskrankheiten, AIDS, Sexualkunde, Zellbiologie, Untersuchung von Einzellern usw.
Klasse 9: Sinne und Nervensystem, Klassische Genetik, Chromosomentheorie der Vererbung, Mitose und Meiose, Aufbau, Verdoppelung und Ablesevorgänge der DNS, Gentechnologie mit ihren Chancen und Risiken, usw.
Klasse 10: Evolutionstheorien und ihre Belege, Grundlagen des der Lehre Darwins, Homologie und Analogie, evolutive Planspiele, Populationsentwicklungen, Selektions- und Isolationstypen, Evolution des Menschen, Verhaltenslehre, Soziobiologische Ansätze, Verhalten des Menschen, Lernverhalten usw.

Voraussetzungen

Die Teilnehmer sollten natürlich Interesse an der Natur und naturwissenschaftlichen Fragen mitbringen, sie sollten gern in der Gruppe arbeiten, ein wenig Ausdauer im probieren verschiedener Lösungs-vorschläge mitbringen und vor allem in späteren Jahrgängen auch abstrakte Sachverhalte intensiv und ausdauernd logisch erschließen können (Genetik).

Außerdem sollte Bereitschaft vorhanden sein, sich mit Tieren und Pflanzen in der Natur auf Unterrichtsgängen zu beschäftigen. Wir lernen am und mit dem Lebewesen (Blütenpflanzen, Mäuse, Zootiere usw.) Wie in allen Kursfächern, die ja den Hauptfächern gleichgestellt sind, ist regelmäßiges Lernen von Fachbegriffen sowie das Vor- und Nachbereiten der Unterrichtsstunden absolute Grundvorrausetzung für erfolgreiches Lernen. Sprachliche Fähigkeiten, das Formulieren von sachlogischen Zusammenhängen sind von großem Vorteil für gute schriftliche Leistungen.

Eindrücke aus der Unterrichtsarbeit

Der Unterrichtsalltag besteht nicht nur aus Freilandarbeit und Projekten, aber bei guter Zusammenarbeit des Kurses können diese einen wesentlichen Bestandteil bilden. In Zusammenarbeit mit dem Haus Ripshorst werden verschiedene Projekte zur Arten-kenntnis durchgeführt, hier Bestimmung von Blütenpflanzen. (links)



Mit der Zeit sollte der Schüler die Scheu vor frischen Nieren, Herzen, Augen oder Schädeln ablegen! Dieser hier ist zwar nur eine Kopie, wirkt aber sehr echt... (rechts) In Zusammenarbeit mit dem Zoo Duisburg konnten wir verhaltensbiologische Beobachtungen zum Lernverhalten von Delphinen anstellen und durften Blicke „hinter die Kulissen“ werfen. (links) Schließlich darf auch noch gespielt werden... Der Wald als Erholungs- und Erlebnisraum ist das Thema dieser Waldspiele, bei denen die Wahrnehmung der Natur mit allen Sinnen gefördert wird. Außerdem gibt es Bodenuntersuchungen und Kartierungsübungen auch in Zusammenarbeit mit dem Heidhof in Bottrop-Kirchellen.

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